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Farben in der Stadt. 03.11.15

Lebensräume als Farbräume erfassen

Im Rahmen des Studienprojektes “U-Bahn, Grafik-Bahn, Pikto-Bahn”  hält der Kunsthistoriker Lino Sibillano, Zürich, an der TU Berlin einen öffentlichen Gastvortrag. Beginn ist um 18 Uhr.

Lino Sibillano sagt zum Inhalt seines Vortrages: Farbe ist in unseren öffentlichen wie auch privaten Lebensräumen allgegenwärtig und beeinflusst deren Identität und Atmosphäre. Doch sowohl Architektur als auch der öffentliche Raum werden nur selten unter dem Aspekt der Farbe untersucht. Das 1995 in Zürich gegründete Haus der Farbe, eine Fachschule für Gestaltung in Handwerk und Architektur, analysiert im Rahmen von Forschungsprojekten Städte, Ortschaften und auch Einzelbauten als Farbräume. Aus den Studien werden jeweils spezifische Darstellungsformen und Arbeitsinstrumente für die Farbgestaltung am Bau und in der Stadtplanung entwickelt.

Anhand von ausgewählten Projekten werden die Methoden und Arbeitsinstrumente vorgestellt, mit denen in Zürich gearbeitet wird.

Ort:
TU Berlin
Geodätenstand
Straße des 17. Juni 135
Hauptgebäude Altbau
Raum H 6101

Zeit:
03.11.2014
18 Uhr

 

31. Oktober 2014

Katharina Grosse – Inside the Speaker. bis 01.02.15

von Christiane Brune-Wiemer

 

Im Düsseldorfer Museum Kunstpalast läuft derzeit eine großangelegte Ausstellung mit Arbeiten von Katharina Grosse. Die in Berlin lebende und in Düsseldorf an der Kunstakademie lehrende Künstlerin hat speziell für das Museum in einem Saal eine begehbare, raumgreifende Installation konzipiert, und dafür eine Unmenge an Erden, Farben und Stoffen angeordnet. In einem zweiten Saal sind hingegen ihre bis zu 36 qm großen, ebenso beeindruckenden Gemälde zu sehen.

Katharina Grosses Arbeiten erinnern im Umgang mit Farbe entfernt an die Arbeiten Gotthard Graubners. Beide arbeiten mit Farbschichtungen die zu Unschärfen und Farbverläufen führen und dennoch ganz unterschiedliche Wirkungen (im Raum wie beim Betrachter) erzeugen. Grosse erweitert den Malraum materiell wie immateriell und widerspricht somit dem oft postuliertem Ende der Malerei. Dies läßt sich nicht nur an ihren spezifischen „Formaten“ festmachen sondern auch an ihrer Herangehensweise und Umsetzung.

Die Homepage des Museums präsentiert nicht nur eine 360Grad-Ausstellungsansicht sondern ermöglicht zudem eine erste Auseinandersetzung mit dem Schaffen der Künstlerin durch ein filmisches Interview. zur Präsens …

Dankenswerterweise begleitet diese Ausstellung ein umfangreiches Rahmenprogramm, das sich nicht nur den Exponaten der Künstlerin widmet sondern den Blick auch auf die Farbe richtet. Hervorzuheben sind hier folgende Veranstaltungen:

Do, 06.11.2014, 19 Uhr
„Katharina Grosse und die Malerei des 21. Jahrhunderts“
Vortrag Prof. Dr. Robert Fleck
Die Malerei befindet sich derzeit in einem radikalen Wandel. Wie kann man Katharina Grosses Werk ausgehend von dieser Ausstellung befragen und daraus Indizien für seinen Stellenwert in der zeitgenössischen Malerei gewinnen?
Eintritt 5 €, Abendkasse und VVK an den Museumskassen
Ort: Robert-Schumann-Saal

So, 23.11.2014, 15 Uhr
„Farbe. Raum. Farbraum.  Die Rolle der Farbe im Werk von Katharina Grosse“
Vortrag Prof. em. Dr. Karl Schawelka
In Katharina Grosses Installation verschmelzen Farbe und Raum. Wie verändert sich die Wahrnehmungsweise des Betrachters durch deren Interaktion im Werk der Künstlerin?
Eintritt: 5 €, Abendkasse und VV an den Museumskassen
Ort: Robert-Schumann-Saal

Mo, 8.12.2014
Malerei-Symposium
In Kooperation mit der Kunstakademie Düsseldorf, u.a. mit Tomma Abts, Stephan Berg, Herbert Brandl, Tatjana Doll, Robert Fleck, Katharina Grosse, Eberhard Havekost, Ulrich Loock und Beat Wismer.
Informationen unter …

 

Ort:
Museum Kunstpalast
Kulturzentrum Ehrenhof
Ehrenhof 4-5
D 40479 Düsseldorf

Öffnungszeiten:
Di – So: 11 – 18h
Do:        11 – 21h

31. Oktober 2014

Kunst und Öffentlichkeit. 22.11.14

Die Bundesstiftung Baukultur lädt am 22. November um 14 Uhr zum ersten Potsdamer BaukulturSalon ein. Anlaß ist die am 22. November 2014 stattfindende Finissage der Ausstellung „Kunst-(t)räume“ der Künstlerin Mary Bauermeister im museum FLUXUS+. Moderiert wird der BaukulturSalon von Dr. Anne Schmedding von der Bundesstiftung Baukultur.

Welche Rolle und welche Möglichkeiten bietet die Kunst am Bau und im öffentlichen Raum? Wie können Künstler, Architekten und Stadtplaner hier gut zusammenarbeiten? Der Potsdamer BaukulturSalon nimmt Potsdamer Themen zum Anlass, aktuelle baukulturelle Fragen zu besprechen. Die interdisziplinäre Podiumsdiskussion – unter anderem mit Mary Bauermeister – wird sich um die Bedeutung von Kunst für den öffentlichen Raum, dessen Belebung und Aufwertung, die inhaltlichen und formalen Möglichkeiten sowie die Nachhaltigkeit von Kunst drehen.

Ort:
Waschhaus Arena Potsdam
D Potsdam

Zeit:
22.11.14
14 – 17h

31. Oktober 2014

Windpark im Licht. 28. – 30.08.14

von Christiane Brune-Wiemer

Schleswig-Holstein steht für Windenergie, und belegt das mit seinen zahlreichen und weithin sichtbaren Windrädern. Nicht jedem gefällt diese architektonische Struktur in der Landschaft. Aber kann man sich dem Thema auch anders annähern?

Diese Frage stellte sich die in Pinneberg lebende Künstlerin Gisela Meyer-Hahn und wendet sich in ihrem neuesten Projekt nun gerade dieser Energie-Architektur zu. Mittels Farbe und Licht wird sie an drei Abenden den Windpark Uetersen einer künstlerischen Wandlung unterziehen um eine Ästhetik der Türme sichtbar und erlebbar zu machen.

In Architektur wie Kunst sind die Zusammenhänge von Licht und Farbe ein mehr oder weniger bekanntes Phänomen. Studien zur Wirkung von Farbe und Licht auf Mensch und Umwelt liegen vor und verdeutlichen auch die Auswirkungen auf unsere Sinneswahrnehmung.  Der Besucher dieser nächtlichen Veranstaltungen wird vielleicht selber feststellen können, dass die projizierte Farbe am 70m hohen Turm seine akustische Wahrnehmung beeinflusst, sobald er sich in der Nähe der Windkraftanlage befindet. Von Ferne bleibt die dynamische Lichtchoreografie ein sichtbares Erlebnis. Das erbetene Feedback der Besucher wird erfasst und ausgewertet. Es entsteht zudem eine Studie über die Sehempfindlichkeiten von Tieren, die diesen Windpark passieren. Diese künstlerische Intervention möchte darüber hinaus dazu führen, oder zumindest dazu anregen, die Windanlagen-Architektur mit einem konkreten Farb- und Lichtkonzept zu planen und zu bauen – und damit eine breitere Akzeptanz durch Veränderung der baulichen Ästhetik zu erreichen.

Das Windpark Uetersen-Projekt wird anschließend von Gisela Meyer-Hahn in Husum vom 21. bis 23. September fortgeführt. Es ist Teil des dortigen Kultur21 Festivals.

Fest steht jedoch schon heute, das Windpark im Licht viele Institutionen für eine Zusammenarbeit im Öffentlichen Raum miteinander verbinden konnte. Das Projekt steht für Made in Schleswig-Holstein und repräsentiert die technischen, energetischen sowie künstlerischen Innovationen dieses nördlichsten Bundeslandes. Als Schirmherr steht daher auch der Ministerpräsident Torsten Albig zur Seite.

Für alle Interessierten, der Windpark Uetersen liegt zwischen Uetersen und Groß Nordende, nordwestlich vor den Toren Hamburgs.

Veranstaltungsort:
Windpark Uetersen
am Ochsenweg

Datum:
28. – 30. 08.14 jeweils ab 21 Uhr

 

25. August 2014

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