Archiv für Mai 2006

ColorVision erhält TIPA-Award 2006

ColorVision erhält für ihre PrintFIX PRO Suite den TIPA-Award 2006 in der Kategorie „Best ColorManagement System in Europe“

Die neue Lösung zur professionellen Profilierung von RGB-Druckern vereint industrielle Farbtechnologie mit bedienerfreundlicher Software, um eine hohe Farbsicherheit in der digitalen Dunkelkammer zu gewährleisten. Mit dem Messinstrument Datacolor 1005, einem präzisen LED Spectro-Colorimeter, werden die konkreten Farbwerte einer Vorlage im L*a*b-Farbraum ermittelt und als XML-Datei zur Weiterverarbeitung bereit gestellt. Die Profilierung erfolgt anschließend über die PrintFIX PRO-Software, die unter Berücksichtigung der eingesetzten Komponenten – wie beispielsweise Druckereinstellung, Papiersorte und Tinte – die entsprechende Profilierung im RGB-Modus vornimmt.

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22. Mai 2006

Richard Jackson. 19.05. – 13.08.2006

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Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection

Klotzen statt kleckern. Richard Jacksons bringt Farbe an die Wände der Rieckhallen im Hamburger Bahnhof. Da wäre wohl selbst Jackson Pollock mit seinen „Action Paintings“ vor Neid erblaßt. „Big Ordeals“ (Tortur) ist ein großer begehbarer Farbraum, den der 67jährige Amerikaner von Grund auf selbst zusammen gezimmert hat. Skateboard-Jungs hätten ihre Freude daran. Die ineinander verkanteten Wände schreien vor Farbe. Gelb, Blau, Rot, Weiß vermischen sich in wilden, pastosen Schlieren und Tupfen, kombiniert mit Fingerabdrücken des Künstlers und allerlei graphischen Elementen.

Nach dem Schweizer Künstler Urs Fischer mit seinen lodernden Wachsfiguren präsentiert die Flick Collection nun mit Richard Jackson den zweiten monographischen Auftritt eines Künstlers: Es handelt sich hier um den ersten größeren Museumsauftritt von Jackson in Deutschland. Zumal der US-Künstler, der in der Nähe von Los Angeles lebt, in Europa weniger bekannt ist, obgleich er 1997 und 1999 auf den Biennalen in Lyon bzw. Venedig vertreten war.

Erstaunlich, was für ein relativ dichtes Konvolut Flick besitzt, im Hamburger Bahnhof zeigt man Pappmodelle aus den siebziger Jahren, Wandmalereien und mit späteren Arbeiten seine Hinwendung zu den sogenannten Malmaschinen. Das ist durchaus clever, sich in einer Zeit, die die junge Malerei (Leipziger Schule) über die Maßen hypt, sich deren Wurzeln und Traditionen zu besinnen. Jackson arbeitete seit den Sechzigern kontinuierlich an der Erweiterung der Malerei, in dem er den Prozeß an sich und das Prinzip des Zufalls hinterfragt. Daß er dabei munter Künstler wie Pollock, Delaunay, Miro, Schwitters, Jasper Johns oder McCarthy zitiert, gehört zum System.

Ort: Hamburger Bahnhof
Invalidenstr. 50-51. Bis 13. 8.
tgl. 10-18 Uhr
Sa 11-20 Uhr, So 11-18 Uhr
Katalog: 8 Euro

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22. Mai 2006

Wann ist Schluss mit Orange?

Jede Zeit hat ihre Farben, jede Farbe ihre Zeit – Eine Untersuchung über Gesetzmäßigkeiten

Es ist der Überdruss, der für ständige Abwechslung im Leben sorgt. Gäbe es ihn nicht, würden wir unsere Wohnzimmer immer noch mit dunklen Blümchentapeten bekleben oder kalkweiße Wände für das Nonplusultra halten. Tatsächlich sind sie aber hellgelb, himmelblau oder in spritzigem Orange angelegt. Etwas anderes wäre zur Zeit gar nicht vorstellbar.

Doch Farbfavoriten verlieren mit der Zeit auf rätselhafte Weise an Beliebtheit, wie alte Wohnzeitschriften und Fotos aus dem Familienalbum beweisen. Es ist nur allzu wahrscheinlich, dass der Überdruss in den nächsten Jahren auch zum allmählichen Verschwinden der hellgelben, himmelblauen oder orangefarbenen Wände beitragen wird. Da stellt sich die Frage: Kann man heute schon voraussagen, was uns morgen gefallen wird?

Bisher haben die Produktentwickler von Caparol in Ober-Ramstadt (Farbe, Lacke, Bautenschutz) neue Farben „aus dem Bauchgefühl“ heraus entwickelt, erklärt Margit Vollmert, die Leiterin des Farb-Design-Studios. Sie orientierten sich an den auf Messen vorgestellten Neuheiten und achteten auf Rückmeldungen ihrer Kunden.

Jetzt glaubt die Firma, auf künftige Entwicklungen besser vorbereitet zu sein, weil ihr eine wissenschaftliche Untersuchung von Trendforschern eine neue Planungsbasis bietet.

An der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim wurden die Farb- und Materialzyklen der Jahre 1955 bis 2005 im deutschsprachigen Raum analysiert. Aufgrund beobachteter Gesetzmäßigkeiten wagte man eine Prognose.

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22. Mai 2006

Architektur des Friedens

Das von David Adjaye gestaltete Nobel Peace Centre in Oslo

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Alljährlich schaut die Welt zu, wenn im Osloer Rathaus der Friedensnobelpreis verliehen wird. Gleich neben dem Rathaus wurde nun vor einigen Monaten im ehemaligen Westbahnhof am Fährhafen von Oslo das Nobel Peace Centre eröffnet. Gestaltet wurde es von David Adjaye, dem Wunderkind der britischen Architektur. Der 39 Jahre alte Diplomatensohn aus Ghana hat sich zuvor mit Künstlerwohnungen und bürgerfreundlichen Bibliotheken in London einen Namen gemacht. Der 33 Millionen Franken teure Umbau des Nobel Peace Centre mit der von ihm eingerichteten Dauerausstellung über den Friedensnobelpreis und die Friedensbemühungen in aller Welt ist sein erstes Auslandsprojekt.

Von Adjaye sagt man, er könne «attraktive Orte aus dem Nichts schaffen». Das machte ihn zur richtigen Wahl im spröden Oslo. Mit nichts als Farbe, Licht und Textur ging er zu Werk: Besucher, die durch die Mitteltür des alten Bahnhofs treten, sehen zunächst nur eine unregelmässig perforierte Kiste aus schwarz glänzendem Holz. Die kleinen Löcher darin bilden eine stilisierte Weltkarte der internationalen Konfliktherde. Die Wände des «Ehrensaals» hat Adjaye ganz mit schimmernder Goldbronze verkleidet und so zum «Fort Knox des Weltfriedens» stilisiert. Dort werden Informationen über den neusten Friedensnobelpreisträger gegeben, derzeit also über Mohammed El Baradei.

Das benachbarte knallrote Foyer und die dschungelgrün gemusterten Wände des «Café de la Paix» sind nach Ansicht von Adjaye ebenso kontrastreich wie Nobel selbst, der zugleich Philanthrop und Waffenhändler war. Die Gestaltung des Friedenszentrums, die auf Hightech- und MTV-Ästhetik beruht, überwältigt die Besucher förmlich mit Bildern und Klängen. Höhepunkt des Rundgangs ist ein blau beleuchteter Raum voller kleiner interaktiver Bildschirme auf Stelzen, die wie futuristische Friedensblumen aus dem Boden wachsen – je einer für jeden Friedenspreisträger.

22. Mai 2006

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