Archiv für den 8. Mai 2006

DER BLICK IN DIE SONNE. 20.5.–30.7.2006

Museum Weserburg in Bremen zeigt Arbeiten von Jakob Mattner

Die Ausstellung „Der Blick in die Sonne“ zeigt Ergebnisse eines einzigartigen Austauschs zwischen Kunst und Wissenschaft. Der Künstler Jakob Mattner arbeitete mit den Astrophysikern des Einsteinturms in Potsdam über einen Zeitraum von rund zwei Jahren. Gemeinsam näherten sie sich den ästhetischen Phänomenen ihrer unterschiedlichen Bilder zum gleichen Gegenstand: der Quelle des Lichts und des Sehens. So entstanden imaginierte wie beobachtete Bilder, gefiltert durch das jeweilige Medium.

Die verborgene Theorie des Sehens, die sich in jeder künstlerischen Aktion von Jakob Mattner offenbart, trifft sich in diesem Projekt mit der naturwissenschaftlichen Mechanik der indirekten Wahrnehmung. Der 1924 in Betrieb genommene Einsteinturm sollte durch Messungen im Sonnenspektrum Albert Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie verifizieren. Im Vordergrund des Ausstellungsprojekts steht jedoch nicht die weltberühmt gewordene Architektur von Mendelsohns Monument der Forschung, sondern das, was die Sonnenforscher und ihre Nachfolger in Jahrzehnten gesehen, notiert und dokumentiert haben.

Jakob Mattners Kunst zwischen Licht und Schatten öffnet mit der Ausstellung den Blick auch auf bestechende ästhetische Qualitäten der Bilder der Wissenschaftler. Es werden erstmals Astronomen-Nachlässe aus dem Einsteinturmarchiv und der Berlin- Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aus dem frühen 18. Jahrhundert bis hin zu aktuellen Forschungsbildern des 21. Jahrhunderts gezeigt.

Lithographien von Augenhintergründen aus dem Archiv von Jakob Mattner, die „Berlinische Trübung“ und „Raumzeit-Kladden“ treten in Dialog mit seinen Lichtinstallationen und den sogenannten Falschfarben der Wissenschaftler, ihren Visieren, Filtern und Umlenkprojektionen.

Ort:
Museum Weserburg
Teerhof 20
28199 Bremen

Öffnungszeiten:
Mo geschlossen
Di – Fr 10–18 Uhr
Sa + So 11–18 Uhr

8. Mai 2006

Gotthard Graubner. 5.3.–25.6.2006

Farbraumkörper und Arbeiten auf Papier 1984–2004

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Nach den Gastspielen in den Museen der China Academy of Art in Hangzhou, der China Central Academy of Fine Arts in Peking sowie dem renommierten Shanghai Art Museum wird die Ausstellung „Farbraumkörper und Arbeiten auf Papier 1984–2004“ ab dem 5. März 2006 auch im Neuen Museum Weserburg Bremen gezeigt, wo sie auch konzipiert wurde.

Graubners Malerei setzt ganz auf die gedankliche Illuminationskraft der Farben. Das Bild stellt für Graubner einen Organismus vor, der in der künstlerischen Verdichtung der Farbmaterie entsteht und als Äquivalent des Wirklichen das Feld einer konzentrierten Wahrnehmung eröffnet. Entscheidend ist dabei die raumgreifende Kraft der Farbraumkörper, deren präzise Anordnung im Zusammenklang der Farben den Raum der Ausstellung atmosphärisch in völlig neuer Weise zu stimmen vermag.

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Ort:
Museum Weserburg
Teerhof 20
Bremen

8. Mai 2006

Sean Scully. Architektur der Farbe

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Sean Scully (*1945) zählt seit mehr als zwanzig Jahren zu den Repräsentanten
einer bewusst an die klassische Moderne anknüpfenden, den autonomen
Ausdrucksqualitäten der Farbe verpflichteten Malerei.
Die Ausstellung des Kunstmuseum Liechtenstein zeigt das Frühwerk des
Künstlers in Zusammenhang mit den späteren Werkgruppen. Der Fokus liegt
dabei auf dem konstruktiven, im weiteren Sinne architektonischen Charakter
der Farbe. Während sie bis Ende der siebziger Jahre einer strengen Bildstruktur
unterworfen ist, entfaltet sie seit Anfang der achtziger Jahre eine malerischhaptische
Qualität. Auch der Bildträger bekommt eine aufwendig gegliederte
architektonische Gestalt, zu der die Farbe, sei es in Form von Streifen oder
Feldern, ein lebendiges Wechselspiel eingeht. Im Verlauf der neunziger Jahre
beruhigt sich die Architektonik des Bildträgers. Die Farbe bewahrt jedoch
ihre malerische Freiheit und konstituiert fortan das Bild als solches – seine
stoffliche, strukturelle und räumliche Erscheinung. Anhand ausgewählter und
zum Teil erstmals öffentlich gezeigter Werke aus allen Schaffensperioden des
Künstlers offenbart diese Ausstellung einen Aspekt im Schaffen Scullys, der
bislang wenig Beachtung gefunden hat und gleichwohl von grosser Bedeutung
für die Entwicklung des Œuvres ist.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Mai zu sehen.

Ort:
Kunstmuseum Liechtenstein
Städtle 32
FL-9490 Vaduz

Öffnungszeiten:
Di – So: 10 bis 17 Uhr
Do: 10 bis 20 Uhr

8. Mai 2006


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