Archiv für Juli 2006

In Licht getauchte Poesie – 7. Juli bis 29. Oktober

Chagall in Baden-Baden

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Seine Musiker und Gaukler zieren Kaffeetassen und T-Shirts, seine Blumensträuße hängen in Wohnküchen im Landhausstil, und Postkarten mit seinen Liebespaaren werden zum Valentinstag verschickt – Marc Chagall allenthalben, seine Werke scheinbar verkommen zu gefälliger Dekoration. Gänzlich von Kitsch und Kommerz befreit präsentiert das Baden-Badener Museum Frieder Burda Chagall buchstäblich in neuem Licht.

Hundert Hauptwerke aus allen Schaffensperioden Chagalls wurden für die Ausstellung zusammengebracht. So zeigt der Rundgang durch die Ausstellung ein Panorama von Chagalls Leben. Immer wieder ist das weißrussische Dorf Witebsk zu sehen, wo er 1887 zur Welt kommt und seine Kindheit verbringt. Dieses Dorf wird zum Sehnsuchtsort, den Chagall, wie er selbst sagte, immer mit sich nahm. Auch nach Frankreich, wohin er 1923 übersiedelte.

Magischer Bilderkosmos
Laut Museumsstifter Frieder Burda lieben die Deutschen Chagall wegen der Träume, die er ihnen vermittelt. So zeigt die Ausstellung zahlreiche Beispiele der Motive, die Chagalls magische Welt ausmachen: Musiker und Artisten, Fabeltiere, biblische Heilige und Liebespaare. Jedes der Werke zeigt, wie spannend Chagalls charakteristischer Umgang mit Farbe und Licht ist: Eine grüne Hand auf dem ansonsten vorwiegend rot gehaltenen Porträt „Der rote Jude“, der strahlende Gegensatz von Blau und Rot bei der „Commedia dell’Arte“ oder die leuchtend gelben Gesetzestafeln und die blaue Frauengestalt bei „Moses empfängt die Gesetzestafeln“.

Dialog des Lichts
„Im neuen Licht“ lautet das Motto der Retrospektive, das auf die Besonderheit des Raums verweist. Im von Stararchitekt Richard Meier entworfenen Museumsbau kommt dem Spiel mit Licht und Schatten eine besondere Bedeutung zu. Und so präsentieren sich auch Chagalls Bilder in diesem Tageslichtmuseum gänzlich anders als in Kunstlichtatmosphäre.

Für Chagalls Enkelin Meret Meyer ist in Baden-Baden eine Ausstellung des Dialogs entstanden – zwischen Innen und Außen, Frühwerk und Spätwerk, zwischen der Materie der Architektur und der Materie der Farben.

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden

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18. Juli 2006

Bienen und abstraktes Denken

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Sonja Reiß

Düfte, Farben und Muster können Bienen wieder erkennen. Nach den neuesten Erkenntnissen der Würzburger Verhaltensforscher sind sie auch in der Lage, diese Kenntnisse zu abstrahieren und auf völlig neue, unbekannte Situationen zu übertragen. Das entspricht den Kriterien nach denen wir Intelligenztests entwerfen und den IQ bestimmen. Über diese Entdeckungen aus dem Biozentrum der Uni Würzburg berichtet das US-Fachblatt „PNAS“

Durch die speziellen Versuchsanordnungen konnte die ‚Beegroup’ von Professor Jürgen Tautz und Fiola Bock zusammen mit ihren australischen Kollegen diese erstaunliche Leistung dokumentieren. Sie ließen die Bienen durch mehrere Meter lange Tunnel mehrfach durch unterschiedlich farblich gemusterte Engpässe fliegen und konnten am Ende des Tunnels eine Zuckerlösung als Belohnung finden, verbunden mit dem zuerst durchflogenen Farbmuster. Wenn Farbe und / oder Muster geändert wurden, war es den Bienen direkt möglich die abstrakte Regel „Beachte immer das erste Muster und ignoriere das zweite“ umzusetzen und sich mindestens 5 Sekunden zu merken.

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18. Juli 2006

Hansamurano Edition Cenedese

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Handwerkskunst aus Murano für eine preisgekrönte Armatur

Die Hansa Metallwerke AG hat im März 2006 mit der „Edition Cenedese“ das preisgekrönte Hansamurano-Sortiment ergänzt. Die Modelle der „Edition Cenedese“ unterscheiden sich von der klassischen Hansamurano-Armatur in Herkunft und Design: Die Glasschalen stellt die weltberühmte Glasbläserei Cenedese in Murano bei Venedig in Handarbeit her. Traditionelle Farbmuster prägen das Design.

Gemeinsam mit der Glasbläserei Cenedese wählte der Hansamurano-Schöpfer Bruno Sacco sechs für Murano typische Farbmuster und Designs für die Glasschalen aus. Während die Farben „Ambra“ (Bernstein) und „Ametista“ (Amethyst) dezenter wirken, bringt „Rosso“ (dunkles Rot) Farbe ins Bad. „Oro“ erhält ihr edles unverwechselbares Erscheinungsbild durch in das Glas eingearbeitetes Blattgold. Darüber hinaus gehören zwei Spiralmuster zur Kollektion: „Spirale Bianca“ ist eine transparente Glasschale mit weißen Spiralstreifen. Die auffälligere Designvariante ist „Spirale Multicolore“ mit einer mehrfarbigen Spirale in Blau- und Rottönen.

Die Charaktere der sechs Farbmuster werden durch den entsprechend wählbaren Armaturenkörper in Chrom, Gold oder Platin betont.

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18. Juli 2006

Windräume – Kunstwettbewerb und Ausstellung

Ausstellung 3. – 17.9.2006
Einsendeschluß 21.8.2006

Der Kunstwettbewerb „bewegter wind“ ist zum künstlerischen Markenzeichen der Region geworden. Diese LandArt-Ausstellung hat frischen Wind nach Waldeck-Frankenberg gebracht und sich als Veranstaltungsreihe etabliert, die im letzten Jahr 37 Künstler aus der ganzen Welt zur Teilnahme animierte. Die eingereichten Objekte aus Japan bis Surinam, Frankreich bis USA, Italien und ganz Deutschland beeindruckten durch die Vielfalt künstlerischen Ausdrucks.

„Windräume“ ist das Thema 2006 des Kunstwettbewerbs „bewegter wind“, den der Landkreis Waldeck-Frankenberg in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Reta Reinl und Susanna Krobisch, Veranstaltungsagentur la-fete ausschreibt. Die Openair-Ausstellung findet vom 3.-17.9.2006 in der schwungvollen Landschaft Nordhessens an 5 besonders windigen Orten statt. Kunst und Landschaft werden zusammen in Szene gesetzt. Windobjekte und LandArt im weitesten Sinne sind gefragt.

Windräume sind die Räume, die der Wind erzeugt, wenn er in der Materie rauscht, singt und stürmt. Windräume entstehen über den Landschaften und reihen sich zum weltweiten Tanz. Sind Windräume Kulturräume? Wird Einzahl zu Vielzahl zu Einzahl? Viele Möglichkeiten zur Bearbeitung dieses Themas gibt es, die Künstlersprache, Kunstausdruck provozieren.

Das Thema ist großzügig umrissen, um Inspiration, Phantasie, Kreativität und Innovation ein weites Feld zu bieten. Die Veranstalter freuen sich auf eine bunte Vielfalt an Ideen und deren Umsetzung in geeignete wetterfeste Mate rialien und Techniken in zwei- oder dreidimensionale Objekte.
Der Kunstpreis ist mit 1.500 Euro dotiert.

Ausschreibungsunterlagen und Infos:
www.bewegter-wind.de
mail@reta-reinl.de
Tel. 06454-1445

Einsendeschluß ist der 21.8.2006

18. Juli 2006

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