Archiv für Juli 2006
Chagall in Baden-Baden

Seine Musiker und Gaukler zieren Kaffeetassen und T-Shirts, seine Blumensträuße hängen in Wohnküchen im Landhausstil, und Postkarten mit seinen Liebespaaren werden zum Valentinstag verschickt – Marc Chagall allenthalben, seine Werke scheinbar verkommen zu gefälliger Dekoration. Gänzlich von Kitsch und Kommerz befreit präsentiert das Baden-Badener Museum Frieder Burda Chagall buchstäblich in neuem Licht.
Hundert Hauptwerke aus allen Schaffensperioden Chagalls wurden für die Ausstellung zusammengebracht. So zeigt der Rundgang durch die Ausstellung ein Panorama von Chagalls Leben. Immer wieder ist das weißrussische Dorf Witebsk zu sehen, wo er 1887 zur Welt kommt und seine Kindheit verbringt. Dieses Dorf wird zum Sehnsuchtsort, den Chagall, wie er selbst sagte, immer mit sich nahm. Auch nach Frankreich, wohin er 1923 übersiedelte.
Magischer Bilderkosmos
Laut Museumsstifter Frieder Burda lieben die Deutschen Chagall wegen der Träume, die er ihnen vermittelt. So zeigt die Ausstellung zahlreiche Beispiele der Motive, die Chagalls magische Welt ausmachen: Musiker und Artisten, Fabeltiere, biblische Heilige und Liebespaare. Jedes der Werke zeigt, wie spannend Chagalls charakteristischer Umgang mit Farbe und Licht ist: Eine grüne Hand auf dem ansonsten vorwiegend rot gehaltenen Porträt “Der rote Jude”, der strahlende Gegensatz von Blau und Rot bei der “Commedia dell’Arte” oder die leuchtend gelben Gesetzestafeln und die blaue Frauengestalt bei “Moses empfängt die Gesetzestafeln”.
Dialog des Lichts
“Im neuen Licht” lautet das Motto der Retrospektive, das auf die Besonderheit des Raums verweist. Im von Stararchitekt Richard Meier entworfenen Museumsbau kommt dem Spiel mit Licht und Schatten eine besondere Bedeutung zu. Und so präsentieren sich auch Chagalls Bilder in diesem Tageslichtmuseum gänzlich anders als in Kunstlichtatmosphäre.
Für Chagalls Enkelin Meret Meyer ist in Baden-Baden eine Ausstellung des Dialogs entstanden – zwischen Innen und Außen, Frühwerk und Spätwerk, zwischen der Materie der Architektur und der Materie der Farben.
Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden
weiterlesen…
18. Juli 2006

Sonja Reiß
Düfte, Farben und Muster können Bienen wieder erkennen. Nach den neuesten Erkenntnissen der Würzburger Verhaltensforscher sind sie auch in der Lage, diese Kenntnisse zu abstrahieren und auf völlig neue, unbekannte Situationen zu übertragen. Das entspricht den Kriterien nach denen wir Intelligenztests entwerfen und den IQ bestimmen. Über diese Entdeckungen aus dem Biozentrum der Uni Würzburg berichtet das US-Fachblatt “PNAS”
Durch die speziellen Versuchsanordnungen konnte die ‚Beegroup’ von Professor Jürgen Tautz und Fiola Bock zusammen mit ihren australischen Kollegen diese erstaunliche Leistung dokumentieren. Sie ließen die Bienen durch mehrere Meter lange Tunnel mehrfach durch unterschiedlich farblich gemusterte Engpässe fliegen und konnten am Ende des Tunnels eine Zuckerlösung als Belohnung finden, verbunden mit dem zuerst durchflogenen Farbmuster. Wenn Farbe und / oder Muster geändert wurden, war es den Bienen direkt möglich die abstrakte Regel “Beachte immer das erste Muster und ignoriere das zweite” umzusetzen und sich mindestens 5 Sekunden zu merken.
weiterlesen…
18. Juli 2006

Handwerkskunst aus Murano für eine preisgekrönte Armatur
Die Hansa Metallwerke AG hat im März 2006 mit der “Edition Cenedese” das preisgekrönte Hansamurano-Sortiment ergänzt. Die Modelle der “Edition Cenedese” unterscheiden sich von der klassischen Hansamurano-Armatur in Herkunft und Design: Die Glasschalen stellt die weltberühmte Glasbläserei Cenedese in Murano bei Venedig in Handarbeit her. Traditionelle Farbmuster prägen das Design.
Gemeinsam mit der Glasbläserei Cenedese wählte der Hansamurano-Schöpfer Bruno Sacco sechs für Murano typische Farbmuster und Designs für die Glasschalen aus. Während die Farben “Ambra” (Bernstein) und “Ametista” (Amethyst) dezenter wirken, bringt “Rosso” (dunkles Rot) Farbe ins Bad. “Oro” erhält ihr edles unverwechselbares Erscheinungsbild durch in das Glas eingearbeitetes Blattgold. Darüber hinaus gehören zwei Spiralmuster zur Kollektion: “Spirale Bianca” ist eine transparente Glasschale mit weißen Spiralstreifen. Die auffälligere Designvariante ist “Spirale Multicolore” mit einer mehrfarbigen Spirale in Blau- und Rottönen.
Die Charaktere der sechs Farbmuster werden durch den entsprechend wählbaren Armaturenkörper in Chrom, Gold oder Platin betont.
weiterlesen…
18. Juli 2006
Ausstellung 3. – 17.9.2006
Einsendeschluß 21.8.2006
Der Kunstwettbewerb „bewegter wind“ ist zum künstlerischen Markenzeichen der Region geworden. Diese LandArt-Ausstellung hat frischen Wind nach Waldeck-Frankenberg gebracht und sich als Veranstaltungsreihe etabliert, die im letzten Jahr 37 Künstler aus der ganzen Welt zur Teilnahme animierte. Die eingereichten Objekte aus Japan bis Surinam, Frankreich bis USA, Italien und ganz Deutschland beeindruckten durch die Vielfalt künstlerischen Ausdrucks.
„Windräume“ ist das Thema 2006 des Kunstwettbewerbs „bewegter wind“, den der Landkreis Waldeck-Frankenberg in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Reta Reinl und Susanna Krobisch, Veranstaltungsagentur la-fete ausschreibt. Die Openair-Ausstellung findet vom 3.-17.9.2006 in der schwungvollen Landschaft Nordhessens an 5 besonders windigen Orten statt. Kunst und Landschaft werden zusammen in Szene gesetzt. Windobjekte und LandArt im weitesten Sinne sind gefragt.
Windräume sind die Räume, die der Wind erzeugt, wenn er in der Materie rauscht, singt und stürmt. Windräume entstehen über den Landschaften und reihen sich zum weltweiten Tanz. Sind Windräume Kulturräume? Wird Einzahl zu Vielzahl zu Einzahl? Viele Möglichkeiten zur Bearbeitung dieses Themas gibt es, die Künstlersprache, Kunstausdruck provozieren.
Das Thema ist großzügig umrissen, um Inspiration, Phantasie, Kreativität und Innovation ein weites Feld zu bieten. Die Veranstalter freuen sich auf eine bunte Vielfalt an Ideen und deren Umsetzung in geeignete wetterfeste Mate rialien und Techniken in zwei- oder dreidimensionale Objekte.
Der Kunstpreis ist mit 1.500 Euro dotiert.
Ausschreibungsunterlagen und Infos:
www.bewegter-wind.de
mail@reta-reinl.de
Tel. 06454-1445
Einsendeschluß ist der 21.8.2006
18. Juli 2006
Screenshot zum Vergrößern anklicken
Transparenz macht Pixel ganz oder teilweise durchsichtig und ermöglicht zahlreiche kreative Bildeffekte. Mit Hilfe von Transparenz können Bildteile freigestellt und auf einen neuen Hintergrund montiert werden. Transparenz macht Montagestellen unsichtbar, schafft fließende Übergänge zwischen Vorder- und Hintergrund und zwischen unterschiedlichen Bildelementen. Ohne Transparenz sind phantasievolle Bildschöpfungen, aber auch viele aus dem Internet vertraute, scheinbar einfache Effekte nur schwer oder gar nicht realisierbar.
Mit dem Filter SF TransluSense lässt sich per Mausklick oder über drei RGB-Regler ein bestimmter Farbbereich – auch mit weichen Übergängen – transparent machen oder die Luminanz (Helligkeit) der Farben komplett in Transparenz umsetzen. Umgekehrt lässt sich vorhandene Transparenz nach Belieben abschwächen oder ganz entfernen oder in eine Transparenzmaske umwandeln.
Der Filter ist für RGB-Bilder in 8 Bit Farbtiefe geeignet. Graustufenbilder können ebenfalls bearbeitet werden, wenn Sie vorher in den RGB-Farbmodus konvertiert wurden.
weiterlesen…
18. Juli 2006
Der interdisziplinäre Kunstpreis der Universität der Künste Berlin
Der Wettbewerb
Seit 1979 wird aus Anlass des Geburtstags des Malers und ersten Nachkriegsdirektors, Karl Hofer, alljährlich der interdisziplinäre Preis ausgelobt, um Künstler/-innen und Wissenschaftler/-innen Anreiz und Gelegenheit zu geben, Beiträge zu dem mannigfaltigen Spannungsverhältnis von Kunst und Wissenschaft und zu vielseitigen Bezügen der Künste untereinander zu erarbeiten.
Das Motto für das Jahr 2006: “Resonanzen des Suchens”
Teilnehmerkreis
Zur Teilnahme sind Einzelpersonen und Gruppen berechtigt. Ausgeschlossen sind hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UdK Berlin.
Bewerbungsschluss
Bewerbungsschluss ist der 10. Oktober 2006. Das Anmeldeformular mit ausführlichen Informationen kann bei der u.g. Adresse angefordert werden und steht auf der rechten Seite zum Download bereit.
Preis
Der Preis ist mit 5.000,- EUR dotiert.
Ansprechpartner
Universität der Künste Berlin
Kommunikation und Marketing
Inge Scheffler
Postfach 120544
D-10595 Berlin
Tel. (030) 3185-2441
Fax (030) 3185-2821
E-Mail inge.scheffler@intra.udk-berlin.de
weiterlesen…
18. Juli 2006
Am 26. November 2005 stimmte die von der Stiftung Buchkunst berufene Fachjury über die Auszeichnungen des Wettbewerbs »Die schönsten deutschen Bücher 2005« ab. 912 Bücher von 420 Einsendern lagen zur Beurteilung vor. 43 Bücher erhielten eine »Prämiierung«, 14 Bücher eine „Anerkennung“. Sie alle sind »vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und technischer Verarbeitung«.
Neben den beiden Preisträgern JÜRGEN HOLSTEIN >Blickfang – Bucheinbände und Schutzumschläge Berliner Verlage 1919–1933< , Eigenverlag, und FONS HICKMANN >Touch me there< dgv – Die Gestalten Verlag, Berlin, wurden folgenden Typografinnen und Typografen ausgezeichnet:
Katharina von Uslar (sans serif), Berlin
André Göhlich, Thomas M. Müller, Leipzig
Gaston Isoz, Berlin
Sabine Golde, Leipzig
Klaus Detjen, Holm
Sandra Ost (Groothuis, Lohfert, Consorten), Hamburg
Christa Schauer, München
Joachim Düster, Glinde
Iris Farnschläder, Jörg Mahlstedt, Hamburg
Peter Nils Dorén, Berlin
Judith Schalansky, Berlin
Anke Fesel, Kai Dietrich (gold), Berlin
Franz Greno, Frankfurt am Main
Ursula Wangler, Frank Abele, München
Friedrich Forssman, Kassel
Julia-Sophie Kuon, Florian Pfeffer, Bremen
Mariko Takagi, Düsseldorf
Elke Dörr, Riedstadt
Kerstin Schürmann (formlabor), Hamburg
Daniel Sauthoff, Hamburg
L2M3 Kommunikationsdesign GmbH, Stuttgart
Trix Wetter, Zürich
Fons Hickmann (m23), Berlin
blotto Design, Berlin
Florian Lambl, Köln
Gerhard Steidl, Claas Möller, Göttingen
Kirsten Dietz (strichpunkt), Stuttgart
Alexandra Greinacher, Ravensburg
Kat Menschik, Berlin
Michael Kimmerle, Stuttgart
Magdalene Krumbeck, Wuppertal
Birgit Eggers (Eggers + Diaper), Berlin
Daniel van Eendenburg, Hamburg
Yvonne Flaßpöhler, Hannover
Mia Hochrein, Kassel
Gert Wunderlich, Leipzig
Maksimovic & Partners, Saarbrücken
Robert Paulmann, Berlin
Matthias Wittig (fernkopie), Berlin
Clemens Hartmann (HG Merz Architekten), Stuttgart
Monika Hagenberg, Meerbusch
Renate Stefan, Berlin
Karen Kollmetz, Hamburg
Boris Kochan, Martin Summ (Kochan & Partner), München
Andrea Stiens, Dortmund
Exemplarisch stellen wir hier einen der ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträge vor:

double loop – Basiswissen Coporate Identity
Verlag Hermann Schmidt Mainz
ISBN 3-87439-660-6
Wenn Wirtschaftsbosse bestenfalls noch in terms of shareholder value, vor allem aber an sich selbst denken, wenn Unternehmen ihre Identität zugunsten von Quartalszahlen aufgeben, haben Grafikdesigner es schwer. Sie sollen Unternehmen ein Erscheinungsbild geben, ein Corporate Design. Dabei mangelt es nicht an Ideen und Formgefühl. Aber allzu oft reden der zuständige Marketingmitarbeiter und »sein« Grafikdesigner aneinander vorbei. Das Ergebnis ist Sand im Getriebe
des Corporate-Design-Prozesses.
Diesen Sand fegt double loop weg. Robert Paulmann hat lange Zeit in führender Position an der Schnittstelle zwischen Gestaltung und Marketing gearbeitet und bietet sich nun als Dolmetscher in Buchform an. Anschaulich, kompetent und erfahren beleuchtet er die Prozesse, die in Unternehmen ablaufen [sollten], bevor und während man sich mit Corporate Design beschäftigt. Seite für Seite wird der Grafikdesigner in diesem Prozess zum Partner. Der Werte, Abläufe, Entwicklungen er- und hinterfragt. Der die Persönlichkeit des Unternehmens kennen- und verstehen lernt, um ihr ein Gesicht zu geben. Double loop nennen Kriminologen eine der möglichen Schleifen im Fingerabdruck. Wir geben Ihnen mit double loop einen* nützlichen Begleiter in die Hand: gegen unnötige Schleifen im Corporate-Design-Prozess!
11. Juli 2006
Vorheriger Beitrag