Archiv für Dezember 2006

Museumsarchitektur. 24.11.2006 – 18.02.2007

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Museen scheinen die Aufgabe von Wahrzeichen übernommen zu haben, die früher Kathedralen zukam. Sie gelten als kulturelle Identifikationssymbole in einer Gesellschaft, die sich nicht zuletzt durch die fortschreitende Globalisierung in einer Phase der Verunsicherung befindet. Spektakulärste Museumsbauten steigern die Attraktivität der Städte, rücken abseits liegende Orte durch ihre augenfällige Präsenz ins öffentliche Bewußtsein.

Das Lentos Kunstmuseum zeigt als einzige österreichische Station einer internationalen Tournee eine Ausstellung zur Museumsarchitektur des 21. Jahrhunderts. 27 Projekte aus vier Kontinenten bieten einen Querschnitt der interessantesten Museumsbauten, die entstanden, entstehen oder geplant sind. Bei den Modellen handelt es sich nicht nur um Kunstmuseen, es werden auch Museen für Automobile gezeigt, wie etwa das Mercedes Benz Museum in Stuttgart. Vorgestellt werden Vorhaben, die durch den Einsatz ihrer individuellen formalen Mittel zu ganz unterschiedlichen Lösungen kommen: So steht der expressiven Formensprache beispielsweise eines Frank O. Gehry oder der Coop Himmelb(l)au die Klarheit und Homogenität der Bauweise von Tadao Ando gegenüber.

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Ort:
Lentos-Kunstmuseum
Ernst-Koref-Promenade 1
A 4020 Linz

Öffnungszeiten:
täglich von 10 – 18 Uhr
Donnerstag von 10 – 22 Uhr

An Dienstagen ist das Museum geschlossen, ebenso am 1. Jänner, 24., 25. und 26. Dezember. Am 31. Dezember 2006 ist das Lentos von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

20. Dezember 2006

Alfred Grenander. bis Ende April 2007

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Fast jeder kennt seine Bauten, kaum einer seinen Namen: Das Technikmuseum erinnert an Alfred Grenander

Die Begeisterung der Berliner für ihre U-Bahn ist eine fühlbare Größe. Wenn das Wetter schlecht wird, steigen die Fahrgastzahlen. Man schätzt ihre Funktionalität und grummelt bei Baustellen und Pendelverkehr. Sich über die U-Bahn und ihre Architekturen als technischer Meisterleistungen der Moderne zu freuen, kommt kaum jemand in den Sinn.

Ein Grund, warum Alfred Grenander, der Architekt von über 70 U-Bahnhöfen zwischen Ruhleben und Friedrichsfelde, Krumme Lanke und Pankow, bis dato fast unbekannt geblieben ist, liegt mit Sicherheit in der emotionalen Distanz der Berliner zu ihrem Verkehrsmittel. Selbst dort, wo die Architekturen der Grenander’schen U-Bahnhöfe und Trassen so markant ins Auge fallen wie am Wittenberg- oder Nollendorfplatz, am Hochbahnhof Eberswalder Straße, bei den Viadukten durch Kreuzberg oder entlang der Schönhauser Allee, wird das riesige Oeuvre in Berlin nicht mit seinem Namen identifiziert.

Man hat den Architekten, der auch das weiße „U“ auf Blau entworfen hat, nicht einmal ignoriert. Er und sein Werk sind schlichtweg fast anonym geblieben. Eine kleine Ausstellung im Deutschen Technikmuseum – „Berlin über und unter der Erde. Das Werk von Alfred Grenander“ – wirkt, zumindest in Ansätzen, diesem Vergessen entgegen.

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Ort:
Deutsches Technikmuseum
Trebbiner Str. 9
D 10963 Berlin-Kreuzberg

Öffnungszeiten:
Di.-Fr. 9-17 Uhr
Sa. + So. 10-18 Uhr

20. Dezember 2006

Farbe in der Architektur. 08.02.2007

Brillux Architektenforum in München

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Farbe in der Architektur – das ist mehr als bunte Wände, auffälliges Dekor oder modisches Zugeständnis an den vermeintlichen Zeitgeist. Farbe in der Architektur – das ist die Auseinandersetzung mit Raum und Umfeld, Material und Ökologie, Emotion und Repräsentation.

Ihre Position zu diesem Thema werden die Architekten Prof. Matthias Sauerbruch (sauerbruch hutton, Berlin), Prof. Adolf Krischanitz (Krischanitz + Frank Architekten Wien, Berlin, Zürich) und Johannes Ernst (Steidle Architekten, München) im Rahmen des 3. Brillux Architektenforum am 08. Februar 2007 in München zur Diskussion stellen. Der Aspekt der Wahrnehmung wird im Mittelpunkt des einführenden Vortrages des Architekturpsychologen Dr. Riklef Rambow stehen. Moderator der Veranstaltung ist Burkhard Fröhlich (DBZ).

Mit dieser Veranstaltung setzt Brillux die Reihe der Architektenforen fort und bietet Architektinnen und Architekten einen kommunikativen Rahmen für einen fundierten und anregenden Informationsaustausch.

Ort:
Literaturhaus München
Salvatorplatz 1
80333 München

08. Februar 2007
13.00 bis 15.30 Uhr Architekturrundfahrt „Farbe in der Stadt“
16.00 bis 20.00 Uhr Architektenforum
anschließend get together
Anmeldung und weitere Informationen:
Brillux GmbH & Co. KG
Frau Anne Rölver
Postfach 16 40, 48005 Münster
Tel. 02 51 / 71 88 – 8799
Fax 02 51 / 71 88 – 439
e-mail kontakt@brillux.de

17. Dezember 2006

Das Bauhausgebäude in Dessau. 3.12. – 11.3.2007

Die „Ikone der Moderne, das Bauhausgebäude in Dessau, wird ausgestellt. Anlässe sind seine Einweihung vor 80 Jahren am 4. Dezember 1926 und der Abschluss der zehnjährigen Sanierung des „gebauten Manifestes der Bauhausideen“. Das Gebäude selbst ist Exponat und Ort der Ausstellung zugleich. An markanten architektonischen Situationen des Hauses machen Interventionen auf die Besonderheiten des Raumes aufmerksam und dienen zugleich als Ausstellungsträger.

Hauptausstellungsfläche ist die ehemalige Tischlerwerkstatt, deren historische Ausstattung nachempfunden wurde. Ein Gang durch das Haus verbindet damit die in der Ausstellung präsentierten Objekte – Fotos, Pläne, Zeichnungen und Möbel – mit dem Erlebnis einer Architektur, die zum Teil selbst schon Ausstellungscharakter hat: „Schau-Fenster“, „Geh-Wege“, „Wand-Bilder“ und die sichtbare Konstruktion charakterisieren die transparente Erlebnisarchitektur des Bauhausgebäudes.

Die gesamte Szenografie der Ausstellung basiert auf einer imaginären Verdopplung des Gebäudes, die durch die Interventionen im Gebäude angedeutet wird. In einem leichten Winkel zum Original gedreht, setzt dieses „Duplikat“ die Ausstellung zugleich in eine gewisse Distanz zum baulichen Original und damit zur imaginären „Ikone der Moderne“– dem eigentlichen Gegenstand der Ausstellung. Zudem steht der schwarz-weiße Anstrich der Ausstellungsarchitekturen im Kontrast zur Farbigkeit des Gebäudes. Der Focus der in der ehemaligen Tischlerwerkstatt ausgestellten Objekte liegt auf den vier Schwerpunkten: „Erinnerung“, „Architektur“, „Sanierung“ und „Erlebnis.

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Ort:
Bauhausgebäude in Dessau

17. Dezember 2006

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