Archiv für den 20. Dezember 2006

StadtBild und Denkmalpflege. 19. und 20. 01. 2007

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Unter dem Titel „StadtBild und Denkmalpflege“ veranstaltet die Technische Universität Dresden am 19. und 20. Januar 2007 eine internationale Tagung.

In zwei Sektionen geteilt, werden folgende Schwerpunkte behandelt:
• Konstruktion und Wahrnehmung von Stadtbildern
• Stadtbilder in der Denkmalpflege und im zeitgenössischen Städtebau.
Dresden als Veranstaltungsort sei prädestiniert, weil hier in Debatten um Gestalt und Entwicklung der Stadt und ihrer Denkmale besonders gern und intensiv auf gemalte und erinnerte Bilder zurückgegriffen wird.

Der Beyer-Bau mit Observatorium – das weithin sichtbare Wahrzeichen der TU Dresden. Foto: Karsten Eckold
In den letzten Jahren ist ein markanter Anstieg an Forschungsaktivitäten zum Thema »Stadtbilder« zu konstatieren, wobei sich hauptsächlich Historiker und Sozialwissenschaftler mit Bildern und Repräsentationen von Städten zu befassen scheinen. Jene Disziplinen, die sich mit der materiellen Stadt beschäftigen und dabei sowohl in ihren Planungsprozessen als auch der Vermittlung ganz wesentlich auf Bildmedien abstützen – also Architektur, Denkmalpflege und Stadtplanung – sind bislang in dieser Debatte auffällig wenig präsent. Offensichtlich stehen in diesen Fachrichtungen die Auseinandersetzungen mit ikonischen Erkenntnismodellen erst am Anfang. So hat kürzlich auch Thomes Sieverts zu Recht moniert, dass bisher »die Stadt- und Regionalplanung (…) die Wahrnehmungsfrage systematisch aus ihrer Arbeit« ausgeklammert habe. Das gilt weitgehend auch für die Denkmalpflege, die erst jüngst und zögerlich begonnen hat, sich mit der Leistung und Bedeutung ikonischer Erkenntnis- und Vermittlungsprozesse zu befassen.

Diese Reflexionen sollen an der Tagung im Gespräch über die Disziplinen hinweg vertieft werden. Zu fragen ist unter anderem nach der Genese, Produktion und Medialität von Stadtbildern, ihrer Funktion und Verführungskraft sowie den dadurch generierten oder artikulierten Wünschen.

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Ort:
Technische Universität Dresden

Weitere Informationen:
Angela Jugelt
Tel.: +49 351 463-37044
Fax: +49 351 463-37284

20. Dezember 2006

Museumsarchitektur. 24.11.2006 – 18.02.2007

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Museen scheinen die Aufgabe von Wahrzeichen übernommen zu haben, die früher Kathedralen zukam. Sie gelten als kulturelle Identifikationssymbole in einer Gesellschaft, die sich nicht zuletzt durch die fortschreitende Globalisierung in einer Phase der Verunsicherung befindet. Spektakulärste Museumsbauten steigern die Attraktivität der Städte, rücken abseits liegende Orte durch ihre augenfällige Präsenz ins öffentliche Bewußtsein.

Das Lentos Kunstmuseum zeigt als einzige österreichische Station einer internationalen Tournee eine Ausstellung zur Museumsarchitektur des 21. Jahrhunderts. 27 Projekte aus vier Kontinenten bieten einen Querschnitt der interessantesten Museumsbauten, die entstanden, entstehen oder geplant sind. Bei den Modellen handelt es sich nicht nur um Kunstmuseen, es werden auch Museen für Automobile gezeigt, wie etwa das Mercedes Benz Museum in Stuttgart. Vorgestellt werden Vorhaben, die durch den Einsatz ihrer individuellen formalen Mittel zu ganz unterschiedlichen Lösungen kommen: So steht der expressiven Formensprache beispielsweise eines Frank O. Gehry oder der Coop Himmelb(l)au die Klarheit und Homogenität der Bauweise von Tadao Ando gegenüber.

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Ort:
Lentos-Kunstmuseum
Ernst-Koref-Promenade 1
A 4020 Linz

Öffnungszeiten:
täglich von 10 – 18 Uhr
Donnerstag von 10 – 22 Uhr

An Dienstagen ist das Museum geschlossen, ebenso am 1. Jänner, 24., 25. und 26. Dezember. Am 31. Dezember 2006 ist das Lentos von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

20. Dezember 2006

Alfred Grenander. bis Ende April 2007

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Fast jeder kennt seine Bauten, kaum einer seinen Namen: Das Technikmuseum erinnert an Alfred Grenander

Die Begeisterung der Berliner für ihre U-Bahn ist eine fühlbare Größe. Wenn das Wetter schlecht wird, steigen die Fahrgastzahlen. Man schätzt ihre Funktionalität und grummelt bei Baustellen und Pendelverkehr. Sich über die U-Bahn und ihre Architekturen als technischer Meisterleistungen der Moderne zu freuen, kommt kaum jemand in den Sinn.

Ein Grund, warum Alfred Grenander, der Architekt von über 70 U-Bahnhöfen zwischen Ruhleben und Friedrichsfelde, Krumme Lanke und Pankow, bis dato fast unbekannt geblieben ist, liegt mit Sicherheit in der emotionalen Distanz der Berliner zu ihrem Verkehrsmittel. Selbst dort, wo die Architekturen der Grenander’schen U-Bahnhöfe und Trassen so markant ins Auge fallen wie am Wittenberg- oder Nollendorfplatz, am Hochbahnhof Eberswalder Straße, bei den Viadukten durch Kreuzberg oder entlang der Schönhauser Allee, wird das riesige Oeuvre in Berlin nicht mit seinem Namen identifiziert.

Man hat den Architekten, der auch das weiße „U“ auf Blau entworfen hat, nicht einmal ignoriert. Er und sein Werk sind schlichtweg fast anonym geblieben. Eine kleine Ausstellung im Deutschen Technikmuseum – „Berlin über und unter der Erde. Das Werk von Alfred Grenander“ – wirkt, zumindest in Ansätzen, diesem Vergessen entgegen.

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Ort:
Deutsches Technikmuseum
Trebbiner Str. 9
D 10963 Berlin-Kreuzberg

Öffnungszeiten:
Di.-Fr. 9-17 Uhr
Sa. + So. 10-18 Uhr

20. Dezember 2006


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