Archiv für den 23. April 2007

Ausstellung Ostmoderne. 25. April – 12. Mai 2007

Berlin besitzt ein einzigartiges Kulturerbe der Moderne. Kaum eine andere Stadt verfügt über ein ähnliches Spektrum an prominenten Bauten und vergleichsweise hohen Standard an Alltagskultur. Der große erhaltene Bestand in Ost und West bietet die Chance für einen Diskurs und eine Verständigung. Die Hoffnung richtet sich auf eine gemeinsame Verantwortung für das Vermächtnis der Stadt in seiner unterschiedlichen Ausprägung.

Mit den Kuratoren Andreas Butter und Ulrich Hartung wurde 2004 das Ausstellungsprojekt des Deutschen Werkbundes Berlin entwickelt,das markante Bauten im Ostteil Berlins aus der Zeit von 1945 bis 1965 vorstellt, eine breite Öffentlichkeit für die teilweise vom Abriss bedrohte Nachkriegsarchitektur Ost-Berlins interessiert und gleichzeitig einen Beitrag zur Stadtbaugeschichte leistet.

Der Berliner Werkbund und das Schinkel-Zentrum der TU Berlin beschäftigen sich seit ihrer Gründung mit Fragen von Städtebau und Architektur. Die kritische Reflexion der neueren Baugeschichte ist ein zentrales Arbeitsfeld.

weiterlesen …

Ort:
Architekturgebäude der Technischen Universität Berlin
Straße des 17. Juni 152 (am Ernst-Reuter-Platz)
D 10623 Berlin

Öffnungszeiten:
montags bis freitags 9 – 20 Uhr

Weitere Informationen:
Schinkel-Zentrum für Architektur
Stadtforschung und Denkmalpflege der TU Berlin
Straße des 17. Juni 150, 10623 Berlin
Tel.: 030-31479694

23. April 2007

Sein Antrieb: die Idee

Nachruf. US-Konzeptkünstler Sol LeWitt starb im Alter von 78 Jahren in New York.

lewitt20070410111855.jpg

Österreich gab er eine Wand: 2004, als Graz schon wieder Ex-Kulturhauptstadt war, entwarf der US-amerikanische Künstler Sol LeWitt eigens für das Kunsthaus eine 70Meter lange und vier Meter hohe Mauer („Wall“) aus Leichtbeton. Form und Farbe waren alles, was er je für seine Kunst brauchte – oft nicht einmal das: Der Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland vertrat die Ansicht, dass schon „Ideen allein Kunstwerke sein können“.

Längst nicht alle Ideen müssten physisch ausgeführt werden. Er konzentrierte sich auf die Konzipierung seiner Werke und überließ deren Realisierung oft Assistenten: „Wie Musik“ könnten seine Entwürfe von den Interpreten „besser oder schlechter dargeboten werden“, so LeWitt, ohne jedoch den authentischen Charakter einzubüßen.

weiterlesen …

23. April 2007

Mit Purpur auf Documenta-Kurs. 20.04. – 20.08.2007

0463fb2744.jpg

Berlinische Galerie: Gerwald Rockenschaub erhält den Fred-Thieler-Preis für Malerei

Gerwald Rockenschaub gilt als analytisch denkender Pragmatiker, der wesentlichen Anteil an der Dekonstruktion des konventionellen Bildbegriffs und dessen Neubestimmung hat. Zu Beginn der 1980er- Jahre entwickelt Rockenschaub eine signethafte Malerei, die auf einfachen Formen, Piktogrammen und einer klaren Farbigkeit basiert und im Kontext des Neo-Geo rezipiert wird … Farbige oder transparente Plexiglasscheiben, begehbare Gerüste, Treppen oder aufblasbare Skulpturen lenken seit Ende der 1980er-Jahre die Bewegungen des Betrachters im Raum und offerieren neue Wahrnehmungsmöglichkeiten … Seine ästhetische Praxis ist angesiedelt im fluktuierenden Crossover zwischen Club-Culture, Design, Architektur, Kunstdiskurs und Popkultur … Ein Grundprinzip in Rockenschaubs Arbeitsweise ist die Konzentration auf wenige, aber wesentliche Elemente und Strukturen, die für jeden Auftritt oder Ausstellungsort neu definiert werden … (Ellen Seifermann, 2004)

Ingeborg Ruthe schreibt in der Berliner Zeitung dazu:

Gerwald Rockenschaub hat ein Raumbild ohne Bilder in die Berlinische Galerie gesetzt: Eine große klare, ein wenig feierliche Leere, die eigentlich keine Leere ist. Voluminös und warm wirkt die riesige Purpurwandfläche, die, wie eigens dafür konstruiert, auf den weißen Lüftungsplatten sitzt wie auf einem Sockel. Ein sanft im Luftzug der Klimaanlage sich wie fließend bewegender, transparenter Vorhang trennt das Farbfeld, ohne unseren Blick zu behindern.

Geteilte oder auch nur halbverdeckte Räume beschäftigen Rockenschaub schon seit Jahren, ihn interessiert Transparenz. „Sie ermöglicht austauschbare Spielräume der Bedeutung“, sagt er. „Ein Vorhang hat etwas Theatralisches, Geheimnisvolles. Und er ist wie eine Barriere.“ In seinen begehbaren Raumbildern wie diesem in der Berlinischen Galerie ist der Betrachter aufgefordert, den Weg hinter den durchsichtigen Vorhang in Gedanken und mit eigener Fantasie fortzusetzen. Hinter diese symbolische Barriere, die den Purpur ins Milchige, Neblige verwandelt.

So etwas ist freilich nicht im herkömmlichen Sinn Malerei. Rockenschaubs Arbeit, die der Wahlberliner eigens für die morgige Entgegennahme des Fred-Thieler Preises geschaffen hat, ist ein zeitloses Bild von Malerei: Es sagt etwas aus über Farben und wie der Künstler sie mischt, von Licht und von Schatten. Und es besagt, dass es zwischen Malerei und Skulptur, zwischen Fläche und Raum keine Grenzen gibt.
weiterlesen …

Ausstellungsort:
Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124-128
D Berlin

Öffnungszeiten:
tgl. außer Di 10-18 Uhr.

23. April 2007

Corporate Architecture: Beispiel BMW Welt. 23. Mai 2007

Die Bundesarchitektenkammer und der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI laden am 23. Mai zu der Veranstaltung „Corporate Architecture – Wie Konzerne sich und Städte verändern“ zu BMW am Kurfürstendamm 31 in Berlin ein. Die Moderation hat Dr. Heinrich Wefing, Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Dass Unternehmen die Architektur ihrer Firmengebäude als Kommunikationsmittel einsetzen, ist an sich nicht neu – wie und mit welchem Nachdruck sie es tun, aber schon. Weltweit agierende Konzerne setzen zunehmend auf Corporate Architecture, um neue Wahrzeichen für ihre Marken zu schaffen. Während Unternehmensstandorte zu Beginn der Industrialisierung häufig als Stadt in der Stadt konzipiert waren, wird heute dagegen die Öffnung nach innen und nach außen propagiert.

Die Veranstaltung präsentiert drei aktuelle Beispiele für diesen Prozess:

die BMW Welt in München, vorgestellt von Prof. Wolf D. Prix (Coop Himmelb(l)au)
das Hauptquartier von ThyssenKrupp in Essen, vorgestellt von Wolfgang Greling (ThyssenKrupp Real Estate)
den Chemiepark Leverkusen, vorgestellt vom Preisträger des Kulturkreis-Wettbewerbs „Vom Bayerwerk zum Chemiepark“
Anschließend diskutieren Norbert Drekopf (BAYER AG), Thomas Girst (BMW Group) und Wolfgang Greling.

Die Veranstaltung Corporate Architecture ist Teil der Initiative Architektur und Baukultur.

Ort:
BMW am Kurfürstendamm 31
Kurfürstendamm 31
D Berlin

Beginn:
18.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

23. April 2007

Vorheriger Beitrag


Kalendar

April 2007
M D M D F S S
« Mrz   Mai »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
30  

Beiträge nach Monat

Beiträge nach Kategorien