Archiv für den 9. Juli 2007

Josef Hoffmann – Adolf Loos. 06.06.-28.10.2007

von Christiane Brune-Wiemer

Die berufliche Karriere beider Protagonisten dieser Ausstellung verlief lange Zeit parallel. Beide galten Anfang des 20. Jahrhunderts als Hoffnungsträger einer zu erneuernden Architektur- und Gestaltungsbewegung und sind bis heute bedeutende Vertreter der Wiener Moderne.

Loos arbeitete nicht nur als Architekt sondern auch als Theoretiker. In diesem Sinne äußerte er scharfe Kritik an der angewandten Kunst, ornamentalen Verzierungen sowie der künstlerischen Ausgestaltung von Alltagsgegenständen gegenüber. Die Qualität der Materialien hingegen und ein Festhalten an Handwerkstraditionen stand für ihn im Vordergrund.

Josef Hoffmann, Architekt und im heutigen Sinn auch als Designer zu bezeichnen, war Mitbegründer der Wiener Secession, Wiener Werkstätten und des Wiener Werkbundes. Seine frühesten Arbeiten zeigen noch Jugendstilmerkmale, doch allmählich zeigen seine Arbeiten eine Abkehr von floralen Ornamenten. Strenge, klare geometrische Formen prägen seine spätere Architektur und die Möbel.

Das Zerwürfnis beider entwickelte sich aus der Anfang des 20. Jahrhunderts unter den Künstlern entbrannten Diskussion um Form und Ornament. Diesen Diskurs greift die Ausstellung auf und erschließt die Beziehung beider Künstler zueinander anhand von Zeichnungen, Fotos, ausgewählten Möbeln und Glasobjekten sowie Texten.

Ort:
Muzeum Josefa Hoffmanna
náměstí Svobody 263
58832 Brtnice
Tschechische Republik

Öffnungszeiten:
Mi–So: 10.00–17.00 Uhr

9. Juli 2007

Farbinfo 2007. 27.09.-30.09.2007

Internationale Farbtagung in Stuttgart

Farbe und Identität

Vor wenigen Jahrzehnten galt es als ausgemacht, dass es im Bereich der Farbe keine festen Regeln geben könne, da historische, soziale und kulturelle Faktoren, auch kurzfristige Moden oder Umwelteinflüsse wie das Klima solche Regeln überlagern und außer Kraft setzen würden. Inzwischen haben Biologie und Gehirnforschung und hat auch die Globalisierung dafür gesorgt, dass von solchen Unterschieden kaum noch die Rede ist. Kameras, Filmmaterial, Drucktechnik, Videogeräte etc. werden in der Regel für die gesamte Welt entwickelt und man erhält die gleichen Produkte des Konsums in Hongkong, Johannesburg, Toronto oder Rom. Gleichwohl gibt es regionale Unterschiede, wo etwa eine Werbekampagne in Brasilien farbig anders gestaltet sein muss, um erfolgreich zu sein als in Norwegen. Es gibt darüber hinaus Farbstile bei Subkulturen, es gibt nationale und regionale Besonderheiten, besondere Traditionen und schließlich auch Identifikationsangebote etwa bei Sportvereinen, und Ländern, die zwar willkürlich, aber deswegen nicht unwirksam sind. Auch Haut-, Haar- und Augenfarbe, die als Anpassung an Umwelteinflüsse wie dem Sonnenstand entstanden sind, dürften nicht ohne Auswirkung auf die Farbpräferenzen sein. Es scheint, dass wir mit unserer Farbwahl mehr oder weniger bewusst auch eine Identität herstellen, die in Abgrenzung zu anderen Identitäten erfolgt und nur im Vergleich mit den ausgeschlossenen Optionen aussagekräftig ist.

Die Tagung wird vom Deutschen Farbenzentrum und der Hochschule der Medien in Stuttgart, hier Prof. Dr. Christoph Häberle, durchgeführt.

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9. Juli 2007

75 Jahre „bauhaus-Tapete“.

Phänomen der Wandgestaltung

1928/1929 entstand das erste industrielle Produkt der Elite-Kunstschule Bauhaus Dessau, die bauhaus-Tapete, unter der Beteiligung aller Bauhausmeister und -schüler.  Durch die Zusammenarbeit mit dem Bauhaus Dessau kreierte Rasch das Phänomen der Wandgestaltung, die bauhaus-Tapete. Das war der Beginn einer Marke, die allen Moden zum Trotz bis heute den aktuellen Zeitgeschmack trifft und zur Avantgarde der Raumgestaltung gehört. Ganz im Sinne des Bauhauses war Rasch offensichtlich in der Lage, seine Fähigkeit zur Synthese zu beweisen und das Andere neu zu interpretieren. Die Kraft, das Erreichte immer wieder kritisch zu revidieren, gab und gibt der bauhaus-Tapetenkollektion eine Energie, die ansteckend ist, weltweit und das seit 75 Jahren.

Das Designerteam von Rasch experimentierte mit neuen Werkstoffen und Formen, weiter entwickelten Prägetechnologien sowie authentischen Farbtönen. Das Gegensätzliche wurde neu interpretiert und schaffte eine kühle Eleganz.

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9. Juli 2007

Warum ist das Thema Farbe in der Automobilindustrie so wichtig?

BASF Coatings-Designerin Michaela Finkenzeller im Interview

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Lacke und Farben der Zukunft werden in enger Partnerschaft und Abstimmung mit den Kunden aus der Automobilindustrie erarbeitet. Und das jeweils speziell auf Regionen wie Asien, Nordamerika und Europa angepasst. Die BASF Coatings ist der einzige Lackhersteller, der Color Design Center in diesen drei wichtigsten Märkten für die Automobilindustrie eingerichtet hat. Michaela Finkenzeller ist Designerin der BASF Coatings.
Warum ist das Thema Farbe in der Automobilindustrie so wichtig?

Mit dem Trend zur Individualisierung ist die Lackierung der Karosserie zunehmend zum Differenzierungsmerkmal in der Vielfalt der Marken und Modelle geworden. Autolacke erfüllen nicht nur schützende Aufgaben, sie treffen auch Aussagen den Lifestyle des Autofahrers, sie sind Bedeutungsträger geworden. Trends und Moden sind auch für die Lackindustrie wichtige Indikatoren bei der Farbtonentwicklung. Auf der Grundlagen einer dezidierten Trendforschung sowie der gezielten Beobachtung soziokultureller Veränderungen entstehen Innovationen in der automobilen Farbgebung, die Lackfarben näher an das Leben der Menschen heranrücken und neuartige Möglichkeiten der Differenzierung und Identifikation schaffen. Farbe ist Emotion!

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9. Juli 2007

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