Archiv für den 24. September 2007

Schinkel, Persius und Stüler. bis 13.10.2008

Die Fotoausstellung wird im Roten Saal der Bauakademie noch bis zum 13. Oktober zu sehen sein. Gezeigt werden Schwarzweiß-Aufnahmen von Hillert Ibbeken, die die heute noch existenten Gebäude der berühmten Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel, Ludwig Persius und Ludwig August Stüler präsentieren. Ein Katalogheft, das im Roten Saal erhältlich ist, beleuchtet das Wirken dieser großen Berliner Baumeister.

Der Eintritt in die Ausstellung ist frei, das Katalogheft zum Preis von fünf Euro erhältlich.

Ort:
Bauakademie
Roter Saal
Werderscher Markt
D-10117 Berlin

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 10 bis 18 Uhr
Sa: 10 bis 16 Uhr

24. September 2007

Das Museum und die „entartete“ Kultur.

Kardinal Meisner beschädigt sein eigenes Projekt: In seiner Predigt im Kölner Dom hatte er Kultur ohne Gottesbezug als „entartet“ bezeichnet. Das neue Diözesanmuseum, auf das er mit seiner Rede aufmerksam machen wollte, verdient diese Negativ-Schlagzeilen nicht.

Mit dem Guggenheim Museum in Bilbao begann vor fast genau zehn Jahren eine neue Ära in der Geschichte der Museumsarchitektur. Die spektakuläre Titanskulptur von Frank Gehry verwandelte über Nacht das Image der baskischen Industriestadt und sorgte für einen regen Kulturtourismus.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass seit Gehrys Guggenheim überall auf der Welt bevorzugt Museums-Architekten engagiert werden, die mit bizarren Formen und lauten Oberflächenreizen Aufmerksamkeit und schnellen Erfolg versprechen. Was gute Architektur ausmacht, gerät dabei immer mehr in den Hintergrund.

Guggenheim-Gegenentwurf in Köln
In Köln ist seit dem Wochenende das Anti-Guggenheim zu bestaunen. Für die Kunstsammlung des Erzbistums, die bisher wenig beachtet in einem banalen Nachkriegsbau am Dom zu sehen war, hat der Schweizer Architekt Peter Zumthor ein neues Gehäuse geschaffen: unaufdringlich und in sich gekehrt, dennoch von großer Kraft und fast sakraler Würde. Das neue Diözesanmuseum ist eines der besten Beispiele moderner Architektur in Köln geworden und zugleich eines der schönsten neuen Museen des Landes.

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24. September 2007

Architekturtradition und die Marke Berlin.

Bis zum 31. Oktober 2007 kann man in der Internationalen Bauakademie in Berlin die Ausstellung Schinkel, Persius und Stüler besichtigen. Der Fotograf Hillert-Ibbeken, der die Leistungen der Trilogie Schinkel, Persius und Stüler dokumentiert hat, ermöglicht es mit der großen Berliner Architektur-Tradition vertraut zu werden.

Hans Kollhoff, Präsident der Internationalen Bauakademie Berlin, eröffnete diese Ausstellung im Roten Saal, dem Nachbau eines dreiachsigen Raumes der Schinkelschen Bauakademie.
.Welche Bedeutung hat das Werk der drei Großen für Architekten heute?
.Wann wird die Bauakademie wiedererstehen?
.Was denkt der Architekt Kollhoff, von Klaus Wowereit neben anderen ausgewählt, über die Marke Berlin nachzudenken, über das Gesicht der Metropole?

Alfred Eichhorn im Gespräch mit Hans Kollhoff, Präsident der Internationalen Bauakademie.

Das Gespräch im Wortlaut:
Die Diskussion und das Interesse, was, wie und wo in der Stadt gebaut wurde, halten an. Das betrifft den Schlossplatz wie den Alexanderplatz, den Umgang mit Plattenbauten, vor allem im Osten Berlins. Es gibt aber auch immer wieder das Gespräch, nicht selten den Streit, um das städtebauliche Erbe. Der Ton und die Art und Weise, die Intensität der Diskussion, spiegelt auch das gesellschaftliche Klima in der Hauptstadt wider. Darüber, aber auch über Grenzen und Möglichkeiten, die einem Architekten bei der Mitwirkung an gesellschaftlichen Prozessen gegeben sind, spricht Alfred Eichhorn mit Hans Kollhoff, derzeit Präsident der Internationalen Bauakademie Berlin.

Zitat Hans Kollhoff:
„Auch unser Blick auf Schinkels architektonisches Oeuvre leidet heute unter der modernen Objektfixiertheit einer hartnäckigen Aufmerksamkeitsverweigerung jenseits der Highlights, die ihrerseits wiederum Gefahr laufen, zum Klischee zu verkommen.“
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24. September 2007

Kunst, Zeit, Architektur.

Um dem Schaffen Peter Zumthors für das Erzbistum Köln gerecht zu werden, verweist das Farbportal an dieser Stelle auf einen Artikel der Frankfurter Rundschau-online. Jörg Biesler wendet sich in ihm der Museumsarchitektur zu, die im Fokus unseres Interesses stehen soll. Ein erster Zugang zu Zumthors Architektur wird damit fast schon sinnlich erlebbar.

Peter Zumthors neues Kunstmuseum für das Erzbistum Köln baut auf Jahrhunderten auf
Von Jörg Biesler

Nicht viele Orte lassen sich finden, an denen Geschichte über Jahrtausende so ablesbar ist wie am Standort der im Zweiten Weltkrieg zerstörten gotischen Kirche St. Kolumba mitten in der Kölner Innenstadt. Seit auf dem Trümmergrundstück in den siebziger Jahren archäologisch gegraben wurde, kamen zu den Ruinen des gotischen Kirchenbaus aus der Zeit um 1500 und der darin eingebauten Kapelle Madonna in den Trümmern von Gottfried Böhm aus den 50er Jahren hochmittelalterliche, karolingische, fränkische und römische Schichten, an einer Stelle sogar jungsteinzeitliche. Nun kommt eine zeitgenössische dazu: Der Schweizer Architekt Peter Zumthor hat über Grabungsfeld, gotischen Ruinen und der Kapelle Böhms ein neues Kunstmuseum für das Erzbistum Köln gebaut, das in seiner materiellen Präsenz, in seinem würdevollen Umgang mit der Vergangenheit und in seinen Qualitäten als Ausstellungshaus grandios gelungen ist.

Das neue Haus baut nicht nur symbolisch, sondern auch tatsächlich auf dem Vorhandenen auf. Es folgt der Flucht der gotischen Kirchenwand und bezieht deren Mauerreste und eine Außenwand von Böhms Kapelle im Erdgeschoß ein. Darüber ragt nun ein gewaltiger, fast 30 Meter hoher Block aus eigens für den Ort entwickelten Backsteinen, deren mattgraue Farbe gelblich schimmert und deren rauhe Oberflächen zusammen mit den Fugen Licht und Schatten auf der Fassade spielen lassen.

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24. September 2007

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