Archiv für den 19. November 2007

Deyan Sudjic: The Uses of Memory. 02.12.2007

lektionen_07_sudjic.jpg

Vortrag des Architekturkritikers Deyan Sudjic mit einer Einführung durch Joachim Sartorius in der Reihe Berliner Lektionen 07|08.
Deyan Sudjic beschreibt Architektur im Licht der Machtverhältnisse. In seinen Büchern geht er der Beziehung zwischen Politik, Geld und Architektur auf den Grund. Dies analysiert er an dem Panorama der Mächtigen, ihrer Bauten – und ihrer Architekten, von Albert Speer, Le Corbusier, Boris Iofan, bis hin zu Norman Foster und Rem Koolhaas, die heute in China bauen, wo sie ihre hoch fliegenden Pläne ohne administrative Hürden verwirklichen können. Architekten wollen bauen, und die Mächtigen wollen sich in Bauwerken verwirklichen. Dabei ist auch das, was in Berlin seit 1989 gebaut worden ist, unterdessen zu wieder ablesbarer Geschichte geworden. In Deutschland, so schrieb einmal der Schriftsteller Friedrich Dieckmann, sei es üblich, Gebäude statt Personen zu bestrafen, wenn eine politische Epoche gescheitert ist. Sudjic analysiert u.a. den Wiederaufbau des Potsdamer Platzes und die Planungen für den Schlossplatz und weist darauf hin, dass dabei die wesentlichen Fragen offen sind: Wie geht Berlin mit seinem historischen Erbe um? Wie wird in Zukunft öffentlicher Raum definiert?

Sudjic, 1952 als Kind serbischer Eltern geboren, studierte Architektur und war Herausgeber und Chefredakteur wichtiger Zeitschriften. Er ist Architekturkritiker des renommierten Guardian. 2002 war er Direktor der Architekturbiennale Venedig. Er lehrte und lehrt als Professor, u.a. an der Akademie für angewandte Kunst Wien und an der Kingston University. Er ist Direktor des 1989 gegründeten Designmuseums London, dem Zentrum bedeutender Ausstellungen zeitgenössischen Designs und seiner Geschichte.

Der Vortrag wird simultan übersetzt.

Zeit:
02.12.2007
Beginn:11.30 Uhr

Ort:
Renaissance-Theater
Knesebeckstr. 100
D-10623 Berlin

19. November 2007

In Würde sterben.

Roman Hollenstein für die NZZ

… Für das südlich der Stuttgarter Innenstadt im Villenviertel Degerloch geplante Sterbehaus wurde daraufhin ein Wettbewerb ausgeschrieben, den der heute 52-jährige Jürg Aldinger vom ortsansässigen Büro Aldinger & Aldinger für sich entscheiden konnte. Da es bis anhin weder in Deutschland noch anderswo gültige Vorbilder für den Hospizneubau gab, überarbeitete er das Siegerprojekt in engem Kontakt mit Vertretern der Kirchgemeinde. Aus diesem Dialog und aus persönlichen Erfahrungen resultierte schliesslich ein Haus, das Massstäbe in Sachen Intimität setzt, darüber hinaus aber auch eine neue architektonische Typologie aufzeigt.

Um den im Durchschnitt erst 40 Jahre alten Patienten nach ihrem oft langen Spitalaufenthalt im Hospiz ein wohnliches Umfeld bieten zu können, sollte jeder Anklang an ein Krankenhaus vermieden werden. Aldinger konzipierte deshalb eine kubische, diagonal in zwei Prismen getrennte Architektur, die sich sanft in die urbanistische Körnigkeit des Quartiers integriert, und separierte so den Wohnbereich architektonisch von der Verwaltung und den medizinischen Infrastrukturen. Um die inneren Abläufe zu garantieren, sind die beiden Gebäudehälften unterirdisch und über eine geschlossene, brückenartige Passerelle miteinander verbunden. Zur verkehrsreichen Umgebung hin gibt sich der Doppelbau vergleichsweise streng und signalisiert mit seinem ziegelfarbenen Verputz Ruhe und Präsenz. Zwischen den beiden Bauteilen aber weitet sich ein weich fliessender, hofartiger Raum, der von weissen, ondulierten Wänden begrenzt wird. Dieses halböffentliche Foyer unter freiem Himmel, mit dem Aldinger die Kreuzung von Lebenswegen thematisieren will, kann jedermann betreten und es als Abkürzung hinunter zur tiefer gelegenen Reutlingerstrasse nutzen.

zum Artikel ….

19. November 2007

Die Orientteppichwelt: Alles andere als langweilig.

Alexandra Binder berichtet für Medianet.at über Produkte und Trends in der Orientteppichwelt von Marktleader Adil Besim.

Trendvorschau 2008
In den einzelnen Wohn- und Teppichwelten gibt es deutliche Trends, die ´08 prägen werden, wie der Besim-Juniorgesellschafter bestätigt: Im Designsektor korrespondieren kräftige Farbimpulse in großen Uniflächen zur asketisch-technokratischen Reduktion moderner Wohnambiente. Für diesen Stil eignen sich besonders die Teppiche der Besim-Editionen Basiri aus der südpersischen Bergwelt. Neben kräftig-saftigem Kolorit ist der Wunsch nach Zurückhaltung am Boden aber feststellbar. Von Mailänder Design-Schmieden werden für diese Nachfrage eigene Farbnuancen aus Beige, Altweiß, Braun- und Auberginetönen angedacht. Die Editionen Pamir und Bamyan werden im Hinblick darauf produziert.

Highlight: Edition Vastu Vidya
„Etwas Besonderes ist die Edition Vastu Vidya. In diesen Teppichen finden sich Mandalas aus einer fast 4000jährigen brahmanischen Schrift über das Urwissen der Architektur”, erklärt Besim-Gesellschafter Maximilian Grothaus, „ die Idee hinter dieser neuen Serie ist, mystisches altes Wissen darüber, wie seelisches Gleichgewicht und innere Ruhe durch gute Architektur geschaffen werden kann, in Teppichen zum Ausdruck zu bringen.“
Der überwältigende und alle Erwartungen übertreffende Erfolg zeige, daß uns das mit den Vastu Vidya gelungen sei. Die Teppiche vermittelten nicht nur cooles Design, sie haben auch ein spirituelles Geheimnis. Und das schätze der Markt”, so Grothaus.

Country & Classic Wohnwelt
In der Country-Wohnwelt dominiert nach wie vor der Trend zu hellen Teppichen mit ausgefallenen Mustern aus fernen Zeiten, die für Eleganz sorgen. „Country hat dabei nichts mit rustikal zu tun”, so Omar Besim, vielmehr handelt es sich um einen Mischstil, der die Welt erobert hat. Es sind die gemütlichen Stimmungen, die diese Teppiche schaffen und sie so beliebt machen.“

Unerwartete Trendwende
Die Classic-Welten stehen im Zeichen des Comebacks der wertvollen antiken Teppiche: die archaisch-geheimnisvollen Motive aus den Anfängen menschlicher Kunst sind wieder so gefragt, wie in den besten Zeiten. „Wir sind überrascht und erfreut über diese unerwartete Trendwende”, bemerkt Grothaus, „denn antike Teppiche und Kelims schlummerten in den letzten Jahren ein wenig vor sich hin. Seit einigen Monaten stellen wir aber einen massiven Trend in Richtung wirklich guten antiken Teppichenfest, übrigens gleichgültig, ob höfisch, bäuerlich oder nomadisch.“ Wichtig sei die Aussagekraft, sagt Grothaus, das Farbspiel, die Schönheit. Und wenn uralte Textilkunst des Orients wieder ihren würdigen Platz im Okzident erhalte,dann sei das „schlicht großartig“, lautet sein Fazit.

19. November 2007

Schulbaupreis 2008.

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung wird in Zusammenarbeit mit der AKNW Anfang des kommenden Jahres erstmalig den Schulbaupreis 2008 ausloben. Das Verfahren richtet sich an alle Schulträger als Bauherren und alle Architekten, die in gestalterischer und pädagogischer Hinsicht herausragende und vorbildliche Neu- und Umbaumaßnahmen in und an Schulen realisiert haben.

Mit der Auszeichnung soll die Bedeutung der Architekturqualität von Schulgebäuden herausgestellt und der nachhaltig positive Einfluss auf die pädagogische Arbeit in der Schule betont werden. Im gegenseitigen Einverständnis können sich Schulen, Schulträger und Architekten mit Neubauprojekten und Maßnahmen bei bestehenden Gebäuden bewerben. Die Objekte müssen in Nordrhein-Westfalen liegen und zwischen dem 01.01.2002 und dem 31.12.2007 fertig gestellt worden sein.

Die Auszeichnung erfolgt durch Verleihung einer Urkunde und einer Gebäudeplakette und wird öffentlich bekannt gegeben. Die ausgezeichneten Objekte werden in einer Ausstellung und in einer Broschüre dokumentiert.

19. November 2007

Vorheriger Beitrag


Kalendar

November 2007
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
2627282930  

Beiträge nach Monat

Beiträge nach Kategorien