Archiv für den 25. März 2008

Rezension: Wie Häuser sprechen.

Andrea Seibel für Welt online.

Alain de Botton hat eine Anleitung zum Genießen von Architektur geschrieben

Nach Jahren hob ich beim Eintreten in das alte Berliner Haus, in dem wir wohnen, einmal den Kopf und wollte schauen, wie die Decke aussieht, wie sie wirkt. Denn kann eine Decke tatsächlich „lieblich sein wie das Lächeln eines Kindes“? Da sah ich zum ersten Mal die beiden Löwen, die den Übergang des Hausflurs zum Treppenhaus flankieren. Grau gestrichen, die Zähne gebleckt. Zwei Löwen im Flur eines Hauses, das einmal für preußische Offiziere gebaut worden war, deren Exerzierfelder nicht weit entfernt auf dem Tempelhofer Feld lagen! Löwen wie venezianische Vorposten in einer Welt, die als „Gründerzeit“ gilt und die für Berlin so typischen Mietshausarchitektur erfand.
Den erhobenen Blick, die offenen Augen, diese Empfänglichkeit für Dinge, Räume und Architektur verdanke ich dem französischen Autor Alain de Botton, der mit seinem Buch „Glück und Architektur“ so etwas wie eine kleine Anleitung zum architektonischen Genuss geschrieben hat. Denn Häuser sprechen, über ihre Formen, die Materialien, die Fenster, die Dächer. Sie sprechen zu den Menschen, denn Häuser haben einen Charakter, eine Ausstrahlung, die Wesen gleichkommt:

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Alain de Botton

Glück und Architektur. Von der Kunst, daheim zu Hause zu sein
S. Fischer, Frankfurt/M.
280 S., 22,90 Euro

25. März 2008

Farbe gegen Frust.

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Neubau der ARGE in Mönchengladbach

In leuchtenden Farben strahlt das neue Arbeitsamt („ARGE“) in Mönchengladbach. Dort, wo mehr als zehn Jahre lang die Tristesse brachliegenden Geländes dominierte, ist durch herausragende Farbgestaltung eine neue, attraktive Adresse entstanden – EnEV-gerecht gedämmt mit dem Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) StoTherm Classic.

Ungenutzte Flächen, leer stehende Gebäude – Mönchengladbach-Rheydt war lange Zeit ein Beispiel dafür, dass Stadtviertel auch im Westen langsam ihren Wert verlieren können. Dann beschlossen die Stadtväter, genau in diesem Gebiet neue Geschäftshäuser und Bürobauten anzusiedeln. Den Anfang macht der Neubau der ARGE (die Nachfolgeorganisation der Arbeitsämter) mit Raum für 170 Arbeitsplätze. Die städtebaulich exponierte Lage, die Gebäudedimensionen – 81 Meter Länge – und die besondere Situation der ARGE-Kunden veranlassten die Beteiligten, den fünfgeschossigen Neubau mit einer besonderen Farbgestaltung zu versehen. Ziel war, eine Adresse mit hohem Wiedererkennungswert zu schaffen und durch den Einsatz von Farbe möglichen Aggressionen entgegenzuwirken. Ein freundliches Blau und ein sonniges Gelb gliedern die Fläche in überschaubare Abschnitte. Die waagerechten Fensterbänder in fröhlichen Grün-, Gelb-, Orange- und Rot-Tönen akzentuieren und gliedern den Baukörper und auch die Laibungen spielen mit der Farbe. Optische Akzente dazwischen setzen die Treppenhäuser. Ihre haushohe Verglasung und die roten Glasbänder geben dem Bau seinen offenen Charakter.

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25. März 2008

Neue Farben für Werzalit-Fassaden.

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Farben wirken. Farben schaffen Atmosphäre. Farben sind Gestaltungsmittel. In der Architektur spielen Farben eine zentrale Rolle. Die Farbgebung bestimmt in hohem Maße das Erscheinungsbild. Gut gewählt, betonen und inszenieren Farben ein Bauwerk für lange Zeit. Vor diesem Hintergrund hat Werzalit u.a. auf der Dach+Holz sein neues Farbkonzept für Fassaden präsentiert; entwickelt von Caparol für modernes Architekturdesign:

Zur Auswahl stehen 51 Farbtöne. Die Farbpalette ist in vier Farbgruppen unterteilt, die den vier elementaren Energien Feuer, Erde, Luft und Wasser zugeordnet sind:

Grüntöne zeigen gefilterte Morgenstimmung.
Blautöne spiegeln die Tiefe des Meeres wieder.
Rottöne stehen für wohlige Wärme.
Gelbtöne symbolisieren die Erde und erinnern an sanfte Hügel, Berge und Täler.

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25. März 2008

Im Rausch der Farben.

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Die „Hall of Taste“ des niederländischen Likörherstellers Bols in Amsterdam beeindruckt mit ihrem Farbgestaltungskonzept. / Realisiert wurde es mit der neuen Mischtechnologie ProfiColor® MixPlus. / Für das Gesamtkonzept erhielt die Kreativ-Agentur Staat den Dutch Design Award 2007.

Jeder, der sich schon einmal in der „Mixtechnik“ versucht hat, weiß: Mit den Likören der niederländischen Lucas Bols BV kann man nicht nur leckere Cocktails zaubern. Ob ein sattgrüner „Peppermint Green“ oder ein leuchtendroter „Red Orange“: Sie machen schon rein optisch eine Menge her und können im Glas ein lebhaftes Farbenspiel entwickeln. Ein wahrer Farbenrausch sollte deshalb auch die Gestaltung der „Hall of Taste“ werden, die im April 2007 in Amsterdam ihre Tore öffnete.

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25. März 2008

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