Le-Corbusier-Schau. 29.09.2007 – 10.02.2008

30. September 2007

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Le Corbusier, „Philips Pavillon“ auf der Weltausstellung in Brüssel, 1958 (Foto: FCL / VG Bild-Kunst, Bonn, 2007)

aus ART das Kunstmagazin, von Kerstin Schweighöfer
LEONARDO DA VINCI DES 20. JAHRHUNDERTS

Die größte Le-Corbusier-Schau ist im Vitra-Design-Museum in Weil am Rhein zu sehen. Corbusiers Lebenswerk zeigt eine beeindruckende Synthese der Künste: von Architektur, Möbeldesign, Inneneinrichtung, Malerei und Städtebau. art-Korrespondentin Kerstin Schweighöfer sprach mit den Co-Kuratoren der Ausstellung.

Als Charles-Edouard Jeanneret-Gris wurde er 1887 in der Schweiz geboren um unter dem Künstlernamen Le Corbusier (1887 bis 1965) zu einem der wichtigsten und einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts aufzusteigen. Was Picasso für die Malerei war, Einstein für die Wissenschaft und Strawinsky für die Musik, so heißt es, war Le Corbusier für die Architektur. Auch Leonardo da Vinci des 20. Jahrhunderts wird er genannt, denn so wie der Italiener war er ein Universalgenie: Le Corbusier entwarf nicht nur Häuser und ganze Städte, sondern auch Möbel; er malte, bildhauerte, fotografierte und filmte.
Vom 29.9.2007 bis zum 10.2.2008 in Vitra-Design-Museum in Weil am Rhein und bis zum 2. September im Niederländischen Architekturinstitut NAI in Rotterdam ist die bislang größte und anspruchsvollste Le- Corbusier-Übersichtsausstellung seit 20 Jahren zu sehen. Sie widmet sich erstmals seinem kompletten OEuvre und versucht, diesem Multitalent gerecht zu werden: 450 Original-Objekte, werden gezeigt – Zeichnungen, Fotos, Modelle, Pläne, Skulpturen, Gemälde, Textilien und Möbel – die crème de la crème aus allen Bereichen, in denen der Meister tätig war.
Kerstin Schweighöfer hat sich die Schau in Rotterdam angesehen und dort mit den beiden führenden Le Corbusierexperten weltweit gesprochen, die auch Co-Kuratoren der Ausstellung sind: Professor Arthur Ruegg von der ETA-Zürich, 65, und Professor Stanislaus von Moos von der Uni Zürich, 67.
Art: Ist die Bezeichnung Leonardo da Vinci des 20. Jahrhunderts zurecht?
Ruegg: Ach, Gott. Das kann man wahrscheinlich auch von anderen Architekten sagen. Gemeint ist, dass sich jemand auf den Gebieten Malerei, Skulptur, Wissenschaft, Mathematik, Städtebau und Gesellschaftstheorie Gedanken gemacht hat und dabei immer sehr, sehr interessante Einsichten gewonnen hat. Es geht darum, diesen Universalanspruch auszudrücken. Ich habe Le Corbusier in meinen frühen Jahren auch mal so ähnlich bezeichnet. Es ist nicht sehr originell, aber nicht falsch.

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